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Anschrift
Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück
Puschkinplatz 1
99638 Kindelbrück

Gemeinde Kannawurf

Internet: www.schloss-kannawurf.com
Größe: 1.542 ha
Realsteuer Hebesätze in % (Stand 01.01.2014)
Grundsteuer A 295
Grundsteuer B 402
Gewerbesteuer 383
Einwohner(Stand 17.09.2018): 780
Bürgermeister: Sandro Knauf                                                               Sprechstunde des Bürgermeisters: Dienstags oder Mittwochs von 17:30 bis 19:00 Uhr, Schenkenplatz 85 in Kannawurf





Im Nordosten Thüringens, an der B 86, nahe dem Kyffhäuser, liegt Kannawurf, romantisch eingebettet zwischen Hainleite und Wipper. Kannawurf ist der zweitgrößte Ort der Verwaltungsgemeinschaft. Seine Entstehung ist vermutlich auf den Zeitraum von 531-800 n. Chr. zurückzuführen. Bisher ist es jedoch noch niemandem gelungen, ein genaues Datum für die Gründung von Kannawurf anzugeben. Kannawurf war einst ein bedeutender Ort. Die heute noch existierende Peter-und-Pauls-Kirche war in der katholischen Zeit Sedeskirche des Archidiakonats Jechaburg. Ihr unterstanden zwölf Klöster und Kirchen der Umgebung.

In Kannawurf gab es vier Rittergüter, das bedeutendste war das Schlossgut. Es war der Stammsitz der Rittergeschlechter zu Kannawurf. Seine Entstehung liegt in grauer Vorzeit. Die erste Nachricht vom Bestehen des Schlossgutes erhalten wir in einer Urkunde von 1221.
Dieses Jahr wird auch als offizielles Gründungsjahr von Kannawurf angenommen. Das Schloss wurde im Jahre 1563/1564 unter Leitung von Georg II. V. v. Eckstädt im Renaissancestil erbaut. In den letzten Jahrzehnten kam es zu einem rasanten Verfall des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Vor allem der Nordflügel war betroffen, er stürzte 1985 ein. 1991 wurde unter der Leitung der Denkmalpflege Erfurt der Wiederaufbau des Schlosses eingeleitet. Seit Beginn der Arbeiten im Frühjahr 1991 konnten bereits merkliche Fortschritte erreicht werden. Der am 10.09.1993 gegründete Heimat- und Interessenverein Kannawurf setzte sich für den Wiederaufbau des Schlosses und seine spätere sinnvolle Nutzung ein. Mit der Durchführung traditioneller Feste auf dem Schlossgelände soll die Öffentlichkeit auf das schöne Renaissanceschloss aufmerksam gemacht werden. Bis vor kurzem wurde das Schloss noch als Wohnraum von mehreren Familien genutzt. Das durch den Verein eingerichtete Heimatmuseum soll das Kulturangebot des Ortes verbessern. Kannawurf besitzt eine kleine Kegelsportanlage, die vom Kegelclub oft und gern genutzt wird.


Entstehung des Namens "Kannawurf"

Die Bedeutung des Ortsnames ist umstritten.

Eine der Erklärungen lautet, dass sich der Name Kannawurf von "kan=Kahn" und "warp=werfen, wenden" ableitet. Sodass der Name "Anlegestelle eines Kahnes oder einer Fähre" bedeutet.

Eine weitere Erklärung ist, dass die Endung "werf, werfen, wurf" bedeutet, dass die ersten Häuser des Ortes aus künstlichen Erdaufwürfen, zur Sicherung gegen die austretenden Gewässer der Wipper, gebaut wurden. Bemerkt sei, dass Kannawurf am linken Ufer der Wipper dicht am Fluss liegt. Die Behauptung künstlicher Erdbauten für die Anlage der ersten Häuser erscheint also nicht ausgeschlossen.  Auch das altfriesische Wort "worf, warf" bedeutet "Stelle eines Hauses, insofern sie durch Auswürfe vor Überschwemmungen gesichert ist". In Verbindung mit dieser Bedeutung, müsste die Ansiedlung an einem kleinem Sumpfbach oder einer Sumpfweide gewesen sein. Kannawurf liegt aber auf der Höhe und ist ein alter Rodungsort. Möglich wäre ja, dass ursprünglich auch im Waldesdickicht auf der Höhe eine sumpfige Stelle gewesen ist.

Die Gründung des Ortes wird dem Zeitraum 531 - 800 zugeordnet. Die erste Namensform hat sich aus dem Jahr 1221 erhalten, wo ein Albert de Cannaworfin als Zeuge erscheint. Als weitere Schreibweisen des Ortsnamens tauchen folgende auf: 1304 und 1324 Kanwerff; 1324 Kannewerfen und 1327 Kannwerfen.


Historische Zeittafel Kannawurfs

  • 12. Jahrhundert Bau der St. Petri und Pauls Kirche
  • 1221 erstmalige urkundliche Erwähnung des Namens Kannawurf
  • 1410 kam das Dorf durch den Verkauf an den Landesherren
  • 1570 begann der Schulbetrieb in Kannawurf
  • 1599 hatte die Mädchenschule 3 Beamte
  • 1635 trat der "Schwarze Tod", die Pest auf
  • 1642 Hungerjahre forderten Todesopfer
  • 1816 kam das Dorf unter preußische Verwaltung
  • 1867 wurde der Grundstein für die "Neue" Schule gelegt
  • 1877 wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet
  • 1886 wird eine Postagentur eröffnet
  • 1897 wird der Friedhof angelegt
  • 1902 Gründung der freien Sattler-, Schuhmacher- und Schneiderinnung, sowie einer Stellmacher-, Schmiede-, Böttcher- und Tischlerinnung
  • 1907 werden elektrische Leitungen gelegt
  • 1922 wird das Kriegerdenkmal eingeweiht
  • 1937 wird eine Tankstelle erbaut
  • 1943 wurde die Kirchenglocke zertrümmert und der Rüstungsindustrie zugeführt
  • 1950 wird der Kindergarten eröffnet und das Kirchendach neu eingedeckt
  • 1956 Gründung der LPG Typ 1
  • 1960 Gründung der LPG Neues Leben
  • 1963 wurde der Kirchendachstuhl errichtet
  • 1969 wurde der Schulerweiterungsbau eröffnet
  • 1990 Beginn der Restaurierung der Kirche
  • 1994 tritt Kannawurf der Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück bei; Freischaltung der Telefonanschlüsse